BENEFIZKONZERT!

Zugunsten der KlosterneuburgerInnen, die in ihren Familien, ihren Wohnungen und Häusern, Asylwerber untergebracht haben, und so zu einer gelungenen Integration beitragen, veranstaltet der Verein 'Klosterneuburg hilft ein Benefizkonzert.


GRÜNE vergeben 10 x 2 Eintrittskaten gratis!

Die Grünen Klosterneuburg unterstützen diese Aktion und verlosen 10 x 2 Karten für diesen Abend, der von Alexander Goebel moderiert wird.

Teilnahme: Schickt ein Mail an klosterneuburg@gruene.at mit Betreff Benefizkonzert.

Die Karten werden entsprechend der Einlangung der Mails vergeben. Also: First come, first served!

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29.08.2015

Was Sie wissen sollten, wenn Sie helfen wollen!

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In der Stadtgemeinde übernimmt die Mitarbeiterin Fr. Susanne Hammerl die Koordination der
Hilfsangebote aus der Bevölkerung. Alle Daten wurden und werden gesammelt und mit der
Leitung der Betreuungsstelle in der Magdeburgkaserne abgestimmt.
E-Mail: hammerl@klosterneuburg.at oder unter 02243/444-415.

Spendenkonto für Flüchtlinge in der Magdeburgkaserne

Das Spendenkonto der Stadtgemeinde Klosterneuburg für die Flüchtlinge ist weiterhin aufrecht: Raiffeisenbank Klosterneuburg
IBAN: AT52 3236 7000 0000 0513
BIC: RLNWATWW367

Bitte für die korrekte Zuordnung als Überweisungstext das Kennwort
„Spenden Flüchtlinge“
angeben.

Die Stadtgemeinde verpflichtet sich zur sorgsamen Verwendung der Mittel. Durch engen Kontakt mit der Betreuungsstelle wird gewährleistet, dass diese ausschließlich den Flüchtlingen in Klosterneuburg zugutekommen. Die Verwendung der Mittel richtet sich daher ganz nach den Bedürfnissen der Betreuungsstelle und wird an den Stadtrat berichtet.

Das Konto wurde innerhalb der Stadtgemeinde im Sozialamt angesiedelt. Hier besteht bereits jahrelange Erfahrung in der Verwaltung von Spendengeldern (jährliche Weihnachtsaktion, Hochwasser 2013).

Für Fragen dazu stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen unter Telefon
02243/444-224 bzw. -226 zur Verfügung.

Sprechstunden zu Flüchtlingsfragen

Im Auftrag der Stadtgemeinde Klosterneuburg bietet die Caritas ab 26. Juni wöchentliche Sprechstunden an. Im Rathaus steht damit eine Anlaufstelle zur Verfügung. Damit will man Konflikten vorbeugen und etwaigen Ängsten und Problemen in der Bevölkerung begegnen.

Wöchentlich jeden Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr Rathaus Klosterneuburg
1. Stock, Zimmer 100A (gegenüber Bürgermeisteramt)

Im Rahmen dieser Sprechstunden finden Beratung, Information und Hilfestellungen zu Fragen und Anliegen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft in Klosterneuburg statt. Das neue Angebot für alle Bürger soll helfen, Konflikten vorzubeugen und etwaige Ängste abzubauen.

 

 

Die Betreuung der Flüchtlinge in der Magdeburgkaserne hat die Fa. ORS über!

Wer ist die ORS Service GmbH?

Die ORS ist ein Spezialist in der Betreuung von schutz- und hilfsbedurftigen Fremden. Die Schweizer
Muttergesellschaft ist seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich tätig. Seit 2012 betreut die ORS mit
ihrer österreichischen Tochterfirma Flüchtlinge in den Betreuungsstellen des Bundes (ua auch in der
BS Spittelau in der Althanstraße) und für die Länder NÖ und Steiermark.

Die ORS ist ein gewinnorientiertes Unternehmen - die Einbindung von Freiwilligen ist daher nur sehr
eingeschränkt möglich. Die Betreuung wird durch professionelles Personalwahrgenommen.
Freiwillige können nur zur Unterstützung bzw. Erbringung von Zusatzleistungen beteiligt werden.

Was bietet die ORS?


. psycho-soziale Betreuung in der vom BM.l zur Verfügung gestellten Einrichtung . Verpflegung . Versorgung mit Alltagsgegenständen im Ausmaß der Grundversorgung der Asylwerberlnnen . Zugang zu medizin. Betreuung . Freizeitgestaltung und Tagesstruktur.

Rechtliche Rahmenbedingungen für Freiwillige

Zwischen dem/der Freiwilligen und der ORS besteht/entsteht kein Rechtsverhältnis und ist auch
keines ableitbar. Durch Dein Engagement wird kein Dienstverhältnis zwischen der ORS und dem/der
Freiwilligen begründet (dementsprechend können keine (Aufwands-)Entschädigungen oder eine
Anmeldung bei der Sozialversicherung oder der Unfallversicherungsanstalt vorgesehen sein). Es
besteht keine Haftpflichtversicherung für Schäden, die während/durch die Freiwilligentätigkeit
entstehen. Entstehende Kosten werden nicht durch das BM.l, die Stadtgemeinde oder ORS
übernommen (außer es gibt darüber eine ausdrückliche Vereinbarung).

Rechtliche Rahmenbedingungen für Asylwerberlnnen

Asylwerberlnnen werden kurz nach ihrerAnkunft in Österreich vom Bund betreut. Der Bund hat die
ORS zur Betreuung beauftragt. Nach der Erstaufnahme in Traiskirchen warten die Asylwerberlnnen
das Ende des ZULASSUNGSVERFAHRENS ab. lm Zulassungsverfahren klärt das Bundesamt für
Fremdenwesen und Asyl ab, ob Osterreich für das Asylverfahren zuständig ist (,,Dublin-Fall").
Wenn Österreich zuständig ist, werden die Asylwerberlnnen in die Heime in den Bundesländern
verlegt, um dort das Ende des Asylverfahrens abzuwarten.

Status der Asylwerberlnnen in der BS Magdeburg

Asylwerberlnnen, die auf ihre Verlegung in die Länder warten . Asylwerberlnnen im Dublin-Verfahren . Alle Asylwerberlnnen sind krankenversichert und wurden einer Erstanamnese unterzogen

 

Grundregeln für Freiwillige in der Betreuung

1. Ein wöchentlicher Stundenplan regelt die Aktivitäten. Zusätzliche Aktivitäten von Freiwilligen
sollten durch eine/n Ansprechpartner/in mit der zuständigen ORS-Teamleiterin im voraus
(mindestens 1 Woche) koordiniert werden;

2. Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit sind sehr wichtig -> besser Aktivitäten mit mehreren
Freiwilligen planen und durchführen. Eine/n Ansprechpartner/in pro Aktivität/Projekt
definieren.

3. Gute Beispiele für Freiwilligen-Projekte:
a. Besuch diverser Veranstaltungen nach Gruppen (2.8.: LEGO-Ausstellung in
Klosterneuburg, bereits geplant für 20.12.2014, Museen)
b. Wandern- und Spaziergänge in der Umgebung (Familien/alleinreisende
Frauen/alleinreisende Männer)
c. c. Kreatives Gestalten, Basteln
d. Kochen/Backen (Familien/alleinreisende Frauen)
e. Sport (Familien/alleinreisende Frauen/alleinreisende Männer) - Achtung: Ausrüstung
muss zur Verfûgung gestellt werden
f. Deutsch-Kurse außerhalb der BS

4. ORS kann die Teilnahme der Flüchtlinge nicht zu sichern - es gibt keinen Zwang

5. Zugang zur BS - diese ist geregelt durch eine Verordnung des Bundes -,,Schutzzone". Alle
Aktivitäten sollen ausserhalb der Betreuungsstelle stattfinden. Klären Sie die Frage ,,Wo?".

6. Wir pflegen einen freundlichen Umgang mit Asylwerberlnnen und wissen aber auch, unser
Privatleben abzugrenzen; Beispiele für zu nahlzu distanziert (Geld, Kleidung, private
Kontakte, Einladung in die Wohnung)
Noch ein Beispiel: Eine Asylwerberln lädt Dich auf einen Kaffee ein oder will von Dir Privates
wissen (Mobiltelefonnummer, Wohnadresse). Achte auf/Schütze Deine Privatsphäre. Jeder
muss hier selbst die Grenzen setzen und die möglichen Folgen tragen.

7. Wir unterstützen Asylwerberlnnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und informieren/
erklären österreichische Regeln, Gebräuche, Strukturen (wer ist wofür zuständig?) usw.;

8. Wenn Asylwerberlnnen unseren Rat brauchen, sind wir für sie da und beraten sie realistisch
und ehrlich; Wir informieren. Die lnformation hilft, dass die Asylwerberln SELBST eine Entscheidung trifft. Wir als ehrenamtliche Betreuerlnnen entscheiden NIEMALS für die Asylwerberlnnen. Wir
schaffen die Voraussetzung, dass die Asylwerberln SELBST entscheiden kann. Wir beurteilen
die Entscheidung der Asylwerberln nicht. Wir führen Asylwerberlnnen nicht an der Hand und
versuchen eine bestimmte Entscheidung zu erlangen.

9 Wenn sich eine Asylwerberln krank fuhlt, informieren wir die ORS-Betreuung. lm Notfall rufen
wir die Rettung bzw. Notarzt.

10. Wir äussern in der Betreuung keinerleiVorurteile gegen bestimmte ethnische bzw. soziale
Gruppen (gegen Herkunftsländer/Kulturen/Sprachgruppen, Frauen/Männer, Schwule/
Lesben/Heterosexuelle, Schwarze/Dunkelhäutige/Weisse, Junge/Alte, Gesunde/Kranke,
Frauen mit Kopftuch) - jede Asylwerberln hat die gleiche Chance und faire professionelle
Betreuung verdient;

11. Wenn Du merkst, dass Du überfordert/unsicher/emotional bist, frage die ORS-Teamleitung,
Dich zu unterstützen.

12. Wr sind nicht für das Schicksal der Asylwerberlnnen verantwortlich - wir begleiten sie mit
dem Ziel ihres bestmöglichen Wohlbefindens auf einem Teil ihres Weges;
Beispiel: Eine Asylwerberln erhält einen negativen Bescheid - das ist eine schlechte
Nachricht für die Asylwerberln ABER Du bist dafür nicht verantwortlich; informiere über die
Profis: Rechtsberaterlnnen, Psychologlnnen

13. Wir geben keine Rechtsberatung -> Rechtsberatung der NGOs

14. ln Fällen eines Traumas wegen Folter/sexueller Belästigung/Kriegserlebnissen verweisen wir
die Asylwerberlnnen auf ORS-Psychologlnnen - > Teamleiterln/Betriebsleiterln

15. Asylwerberlnnen wollen sich beschweren?
Nimm die Details (Name, IFA-Zahl) auf. Melde die Beschwerde/das Anliegen/den Wunsch
der Team leitun g (Protokoll). Themen: U nterkunft, Verpfleg un g, Verfahren

16. Du verliebst Dich in eine/n Asylwerberln?
Beende bitte die Freiwilligentätigkeit - Deine Beziehung wird von den anderen
Asylwerberlnnen als ,,unfair" und ,,Bevorzugung" beurteilt werden.

17. Zugang zu den Zimmern der Asylwerberlnnen ist NICHT gestattet - respektiere die
Privatsphäre der/Schutzzone für Asylwerberlnnen. Auch nicht mit Zustimmung der
Asylwerberl n nen -,,Schutzzone".

18. Du hast Mitleid mit den Flüchtlingen? Du,,leidest" mit und machst das Problem des
Flüchtlings zu Deinem Problem. ln der Folge wirst Du Dich überlasten bzw. überfordern. Dies
ist keine Basis für eine erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit.

19. Ein Grundsatz der Betreuungsarbeit ist die politische Neutralität. Politische Agitation ist
Aufgabe von politischen Vereinen - wenn Du dies anstrebst, wende Dich bitte an
Organisationen, die diese Aufgabe wahrnehmen.

20. G¡b niemandem Auskunft über Namen der Asylwerberlnnen - Flüchtlinge sind aus gutem
Grund geflohen. Es gibt Personen, die Flüchtlingen nachstellen und diese suchen. Du kannst
das Risiko nicht abschätzen. Es gilt die Verschwiegenheitsverpflichtung über persönliche
Daten.

 

 

14.12.2014

Riesige Resonanz auf GRÜNE Sachspendenaktion?

Klosterneuburger Bevölkerung spendet 53 große Umzugskarton!

Das sind die Sachspenden der Klosterneuburger Bevölkerung:

53 Kartons, 15 Wäschesäcke. 4 Koffer, 3 Taschen
7 Kartons Spielzeug
11 Kartons Kinderbekleidung
4 Kartons Babysachen
2 Kartons Kinderschuhe
2 Kartons Damen T-Shirts
2 Kartons Damen-Hosen
3 Kartons Damen-Pullis/Westen
1 Karton Damen-Jacken
1 Karton Damen-Mäntel
2 Kartons Herrenhosen
2 Kartons Herren-Pullis
3 Kartons Herren-T-Shirts
2 Kartons Mäntel
1 Karton Socken
3 Kartons Schals/Hauben
3 Kartons Schuhe Erwachsene
1 Karton Badesachen
1 Karton Decken
2 Kartons Bettwäsche
1 Kinderfahrrad
1 Gitterbett
1 Reisegitterbett
1 Babywanne
2 Koffer Erwachsenen-Kleidung
1 Koffer Kinderbekleidung

Wir GRÜNE haben die Sachspenden sortiert, ausgemustert und geordnet.

Da laut Betreuungsteam derzeit für die nächsten Monate genügend Schachspenden vorhanden sind, beenden wir unsere Aktion vorerst!

Wer aber persönlich noch weiter spenden will, kann Sachspenden
auch direkt

Dienstags in der Zeit von 8 – 12 Uhr und
Donnerstags in der Zeit von 14 – 18 Uhr

in der Betreuungsstelle Magdeburggasse 9, 3400 Klosterneuburg abgeben.

 

Wir danken der Klosterneuburger Bevölkerung für Ihr Engagement und wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest.

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3.12.2014

Wie können Sie helfen?

Die Betreuungsstelle Magdeburg würde noch folgende Dinge am dringendsten benötigen:

Badesachen: Badehosen/Badeanzüge
Handtücher
Plaids, Kuscheldecken
Spielsachen
Wickelkommoden
Gitterbetten


Unterstützung in der Betreuung (Erziehung, Medizin, Freizeit, ...) muss mit der Leitung der Betreuungsstelle abgeklärt werden. Informationen werden von der Stadtgemeinde weitergereicht. Finanzielle Spenden werden von der Stadtgemeinde administriert.

Bettzeug ist derzeit genug vorhanden!
Sitzgarnituren und Kästen können in der Betreuungsstelle leider nicht angenommen werden.

 

23.11.2014

Weiterführende Information!

Wer kommt nach Klosterneuburg?
Die vorwiegenden Ethnien, die in der Magdeburgkaserne in Klosterneuburg vorübergehend untergebracht werden, sind Syrer und Iraker aus den aktuell umkämpften Gebieten. Der Schwerpunkt liegt auf Familien. Es handelt sich dabei um Menschen die vor dem Terror der islamfundamentalistischen IS-Truppen fliehen.

Wir lange sind die Flüchtlinge in Klosterneuburg?
Damit die Kaserne als Notquartier verwendet werden kann, wurde per Bundesgesetzblatt eine Verordnung erlassen. Dadurch kann die Kaserne zur Betreuungsstelle umfunktioniert werden. Die Verordnung beginnt mit 01.12.2014 und tritt am 31.05.2015 außer Kraft. Die Flüchtlinge selbst werden ca. 25 bis 30 Tage in der Betreuungsstelle sein. Anschließend erfolgt eine Aufteilung in dauerhafte Quartiere (auch privat) in ganz Österreich. Insgesamt ist es lt. Innenministerium möglich, in der Kaserne 100 bis 150 Menschen unterzubringen. Sämtliche Gesundheitstests erfolgen vorab in einer der Erstaufnahmestellen Österreichs.

Wer garantiert die Sicherheit?
Vor Ort übernehmen Mitarbeiter des Innenministeriums die Leitung der Betreuungsstelle. Sie sind Ansprechpartner für die Bevölkerung und mit der örtlichen Exekutive vernetzt. Weiters arbeiten ein Betreuungs- und ein Sicherheitsteam der Firma ORS (diese Firma ist im Auftrag des Innenministeriums für die Flüchtlingsbetreuung in ganz Österreich zuständig). Die Verantwortlichen sind rund um die Uhr erreichbar und vor Ort. Eine Person ist immer beim Tor, tagsüber kontrollieren zwei Personen den Eingangsbereich. Darüber hinaus plant die Stadtgemeinde den Einsatz von Streetworkern. Dieser Einsatz soll durch die Caritas erfolgen und im Wirkungsbereich außerhalb der Betreuungsstelle tätig sein.

Besuchen die Flüchtlingskinder Kindergarten und Schule?

Eine Einschulung wird nicht nötig, denn die Schulpflicht besteht erst nach sechs Monaten Aufenthalt. Allerdings werden Deutschkurse in der Betreuungsstelle durchgeführt und hierfür sind freiwillige Betreuer herzlich zur Mithilfe eingeladen.

Können die Flüchtlinge auch arbeiten?
Es ist möglich, Flüchtlinge von Seiten der Gemeinde für geringfügige Tätigkeiten zu beschäftigen. Die Mitarbeit ist freiwillig und wird mit einem Stundenlohn von 3 € (steuerfrei) vergütet. Die Flüchtlinge können als sogenannte Remuneranten für Hilfsarbeiten eingesetzt werden. Die Stadtgemeinde plant bereits mögliche Einsätze, um eine sinnvolle Beschäftigung für die Flüchtlinge während ihres Aufenthaltes in Klosterneuburg zu bieten.

Können Flüchtlinge privat aufgenommen werden?

Diese Möglichkeit besteht im Rahmen der Landesgrundversorgung. Die Grundversorgung beinhaltet, dass Menschen, die internationalen Schutz benötigen, im Rahmen einer vorübergehenden Grundversorgung unterstützt werden. Voraussetzung ist immer die Hilfsbedürftigkeit der betroffenen Person. Deshalb können Flüchtlinge in individuellen Unterkünften wohnen. Die Flüchtlinge könnten sich auf diese Weise eine Wohnung mieten oder in Wohnungen, die zur Verfügung gestellt werden, einziehen. Derzeit gibt es rund 540 Privatquartiere in ganz NÖ. Quartiergeber in Klosterneuburg können direkt mit der Betreuungsstelle Kontakt aufnehmen.

Weitere Details dazu gibt es beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen, 02742 9005 12608, www.noe.gv.at

 

Nachstehnd die Rathausinformation an die Bürger!

Information zum Winterquartier für Kriegsflüchtlinge in Klosterneuburg

Wie vergangene Woche bekannt wurde, beabsichtigt das Bundesministerium für Inneres (BMI), die Magdeburgkaserne in Klosterneuburg als Betreuungsstelle für 100 bis 150 Kriegsflüchtlinge zu nutzen. Vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) wurde eine Zusage für eine derartige Nutzung der leerstehenden Kaserne für 6 Monate gegeben.

Die rechtlichen Grundlagen dazu bilden auf Bundesebene das Grundversorgungsgesetz – Bund 2005 (BGBl. Nr. I 100/2005 idF BGBl. I Nr. 122/2009) sowie Landesgesetze. Rechtsgrundlage für die bundesweit einheitliche Gewährleistung der vorübergehenden Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde bildet die Grundversorgungsvereinbarung (GVV) zwischen dem Bund und den Bundesländern gem. Art. 15a B-VG (BGBl. Nr. I 80/2004). Soweit der Bund für die Betreuung von Asylwerbern zuständig ist, erfolgt diese grundsätzlich in Betreuungsstellen des Bundes. Auf dem Areal der beiden Bundesbetreuungsstellen Ost (in Traiskirchen) und West (in Thalham) sind auch Erstaufnahmestellen des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA) eingerichtet. Jeweils eine weitere Betreuungsstelle befindet sich in Bad Kreuzen, Reichenau und Wien. Das BM.I hat überdies Vorsorgekapazitäten zu schaffen, um unvorhersehbare und unabwendbare Unterbringungsengpässe bewältigen zu können. Im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Lan-desverteidigung können deshalb durch Verordnung Kasernen zu einer Betreuungsstelle erklärt werden.

Dieses Vorhaben des BMI und des BMLVS erfordert aufgrund der vorherrschenden Gesetzeslage derzeit keine verpflichtenden Schritte durch Organe der Stadtgemeinde Klosterneuburg.

Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Klosterneuburg begrüßt dieses Vorhaben, Hilfesuchenden ein winterfestes Quartier zu bieten. Darüber hinaus zeigte sich seit bekanntwerden eine hohe Hilfsbe-reitschaft der Bevölkerung, diese wird im Bürgermeisteramt koordiniert. Derzeit werden die Namen und Kontaktdaten von freiwilligen Helfern gesammelt, um später die angebotene Hilfe zielgerichtet einzusetzen.

Wer den Flüchtlingen helfen oder sie durch (Sach-)Spenden unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an das Bürgermeisteramt wenden: buergermeisteramt@klosterneuburg.at

Mitte kommender Woche findet ein Koordinationsgespräch zwischen dem Bürgermeister, dem In-nenministerium und dem zuständigen Betreuungsteam vom Innenministerium beauftragten Firma ORS statt. In Einklang mit den Verantwortlichen soll bei diesem Treffen ein Plan für die Hilfs-koordination erstellt werden. Vor Ort wird es laut Innenministerium ein „24 Stunden 7 Tage“ Be-treuungs- sowie ein „24 Stunden 7 Tage“ Sicherheitsteam geben.

Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager wird speziell die Frage der Sicherheit erörtern: „Sollten für die Sicherheit der Anrainer und der angrenzenden Betriebe zusätzliche Kräfte notwendig werden, schließe ich ein Engagement von Sicherheitspersonal nicht aus. Ich nehme im Namen der Stadt Klosterneuburg die Ängste der Menschen sehr ernst. Einer reibungslos abgewickelten Hilfsaktion vor Weihnachten soll nichts im Wege stehen.“

Nach dem Koordinationsgespräch mit dem Innenministerium und dem Betreuungsteam von ORS wird es die nächste Information geben.

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20.11.2014

Aufnahme von Flüchtlingen in der Magdeburgkaserne!

 

Die GRÜNEN sprechen sich ganz klar für eine Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in ihrer Notsituation in der Klosterneuburger Magdeburg Kaserne aus, fordern aber gleichzeitig von BGM Schmuckenschlager die Bevölkerung über die mit dem Innenministerium vereinbarten Rahmenbedingungen (wieviel Personen, wie lange, notwendige Umwidmungsbeschlüsse, etc.) zu informieren.

Der Fraktionsobmann der Grünen Klosterneuburg STR Mag. Sepp Wimmer zur bevorstehenden Übernahme von Flüchtlingen aus dem überbelegten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen: „Wenn Menschen wegen Kriegshandlungen aus ihrer Heimat ohne Hab und Gut flüchten müssen, ist es eine Frage der Menschlichkeit sich nicht gleichgültig abzuwenden, sondern so gut es geht zu helfen. Die Magdeburgkaserne steht leer, daher ist es unserer Sicht eine Selbstverständlichkeit zumindest 100 bis 150 Menschen aus dem völlig unakzeptabel überlegten Erstaufnahmelager Traiskirchen, wo 480 Personen zugelassen wären, aber inzwischen 1.400 unter unhaltbaren sanitären und humanitären Bedingungen untergebracht sind, aufzunehmen. Aus unserer Sicht kann dies aber nur eine befristete Aufnahme sein, denn die langfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Massenquartieren, insbesondere Kasernen ist aus sozialen Überlegungen kontraproduktiv.

In diesem Sinne ersuchen wir noch einmal den Bürgermeister die Klosterneuburger Bevölkerung und die politischen Fraktionen im Gemeinderat über nachstehende Fragen zu informieren:

a) welcher Personenkreis (Familien oder Einzelpersonen) wird untergebracht?
b) wie viele Personen werden untergebracht?
c) wie lange ist die Unterbringung geplant (mit Verlängerungsmöglichkeit ?)
d) müssen von Seiten des Klosterneuburger Gemeinderates Schritte, Beschlüsse (Flächenwidmung?) gesetzt werden?

Wimmer abschliessend: "Wir erwarten von BGM Schmuckenschlager dass er in dieser sensiblen Situation die Bevölkerung über die Rahmenbedingungen der Unterbringung informiert. Es geht darum, echten Ängste, aber auch populistischer Stimmungsmache von vornherein mit umfassender Information zu begegnen und nicht erst dann wenn es Probleme gibt.

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